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Willkommen auf Brennenstuhl!

Elektroauto laden ohne Wallbox: Steckdose, CEE & mobile Lösungen

Nicht überall steht eine fest installierte Wallbox zur Verfügung. Wer sein Elektroauto zu Hause, unterwegs oder beispielsweise an einem Ferienhaus laden möchte, fragt sich deshalb schnell: Kann ich mein Elektroauto auch ohne Wallbox laden? Grundsätzlich gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten – von der Schutzkontakt-Steckdose über eine CEE-Steckdose bis zur öffentlichen Ladesäule.

Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, welcher Stromanschluss zur Verfügung steht, welche Ladeleistung das Fahrzeug unterstützt und wie regelmäßig an diesem Ort geladen werden soll. Wer sein E-Auto ohne Wallbox laden möchte, sollte außerdem darauf achten, dass Steckdose und Elektroinstallation für die entsprechende Belastung geeignet sind und ein für das Laden von Elektrofahrzeugen vorgesehenes Ladegerät verwendet wird.

Kann man ein Elektroauto ohne Wallbox laden?

Ja, ein Elektroauto kann grundsätzlich auch ohne fest installierte Wallbox geladen werden. Dafür kommen insbesondere mobile EV-Ladegeräte infrage, die das Elektrofahrzeug mit einer vorhandenen Schutzkontakt- oder CEE-Steckdose verbinden. Auch das Laden an einer öffentlichen Ladestation ist selbstverständlich ohne eigene Wallbox möglich.

Ein mobiles Ladegerät übernimmt dabei wichtige Kontroll- und Schutzfunktionen während des Ladevorgangs. Bei sogenannten Mode-2-Ladelösungen befindet sich dafür eine Kontroll- und Schutzeinrichtung, die sogenannte ICCB beziehungsweise IC-CPD, im Ladekabel.

Für das Laden ohne Wallbox kommen damit vor allem drei Möglichkeiten infrage:

  • Laden an einer Schutzkontakt- beziehungsweise Haushaltssteckdose
  • Laden an einer CEE- beziehungsweise Starkstromsteckdose
  • Laden an einer öffentlichen Ladesäule

Welche Variante am besten passt, hängt vom jeweiligen Einsatz ab.

Was ist der Unterschied zwischen Wallbox und Ladestation?

Die Begriffe Wallbox und Ladestation werden im Alltag häufig ähnlich verwendet. Eine Wallbox bezeichnet in der Regel eine fest installierte Ladestation, die beispielsweise an einer Garagen- oder Hauswand montiert wird und das Elektroauto mit dem Stromnetz des Gebäudes verbindet.

Der Begriff Ladestation ist weiter gefasst. Darunter können sowohl Wallboxen als auch öffentliche Ladepunkte oder mobile Ladelösungen verstanden werden.

Eine mobile Ladestation beziehungsweise mobile Wallbox unterscheidet sich vor allem dadurch, dass sie nicht dauerhaft an einem bestimmten Standort installiert ist. Ein geeignetes mobiles EV-Ladegerät kann beispielsweise an einer vorhandenen CEE- oder Schutzkontakt-Steckdose betrieben und nach dem Ladevorgang wieder im Fahrzeug verstaut werden.

Damit kann eine mobile Lösung insbesondere dann interessant sein, wenn an mehreren Orten geladen werden soll oder keine fest installierte Wallbox vorhanden ist.

E-Auto an der Steckdose laden – geht das?

Viele Elektroautofahrer stellen sich zu Beginn die Frage, ob sie ihr E-Auto an einer Steckdose laden können. Technisch ist das mit einem dafür vorgesehenen mobilen Ladegerät möglich.

Bei einer normalen Haushaltssteckdose handelt es sich üblicherweise um eine 230-V-Schutzkontakt-Steckdose, häufig auch Schuko-Steckdose genannt. Allerdings ist zwischen dem Anschluss eines gewöhnlichen Haushaltsgeräts und dem Laden eines Elektroautos ein wichtiger Unterschied zu beachten: Beim Laden eines Fahrzeugakkus fließt über einen längeren Zeitraum ein vergleichsweise hoher Strom.

Deshalb müssen die vorhandene Steckdose und die Elektroinstallation für die entsprechende Belastung geeignet sein.

E-Auto an der Haushaltssteckdose laden

Soll ein E-Auto an einer Haushaltssteckdose geladen werden, ist ein geeignetes mobiles Ladegerät notwendig. Das tragbare EV-Ladegerät Typ 2 Schutzkontakt von brennenstuhl® ist beispielsweise für einphasiges Laden mit maximal 10 A beziehungsweise 2,3 kW ausgelegt.

Das Ladegerät verfügt über einen Schutzkontakt-Stecker auf der Netzseite und eine Typ-2-Kupplung auf der Fahrzeugseite. Die integrierte Kontrollbox überwacht den Ladevorgang und stellt unter anderem Schutzfunktionen gegen Über- und Unterspannung, Überlast, Fehlerstrom und Übertemperatur bereit.

Damit lässt sich beispielsweise dann ein E-Auto an einer normalen Steckdose laden, wenn keine Wallbox oder CEE-Steckdose zur Verfügung steht.

Allerdings ist die mögliche Ladeleistung geringer als bei einer CEE- oder Wallbox-Lösung. Entsprechend länger dauert es, bis die Batterie wieder geladen ist.

E-Auto an Starkstrom beziehungsweise CEE laden

Ist am Stellplatz eine geeignete CEE-Steckdose vorhanden, kann auch sie zum Laden eines Elektroautos genutzt werden. Umgangssprachlich wird insbesondere eine rote dreiphasige CEE-Steckdose häufig als Starkstromsteckdose bezeichnet.

Wer sein E-Auto an Starkstrom laden möchte, benötigt dafür ein geeignetes mobiles Ladegerät. Ein gewöhnliches Typ-2-Ladekabel für Wallboxen kann nicht einfach direkt in eine CEE-Steckdose gesteckt werden.

Das EV-Ladegerät Typ 2 CEE von brennenstuhl® ermöglicht dreiphasiges Laden mit einer maximalen Ladeleistung von 11 kW. Der maximale Ladestrom kann dabei zwischen 8, 10, 13 und 16 A eingestellt werden.

Welche Vorteile bietet das Laden an einer CEE-Steckdose?

Gegenüber der normalen Haushaltssteckdose ermöglicht eine geeignete CEE-Lösung eine deutlich höhere Ladeleistung. Dadurch kann sich die Ladezeit entsprechend verkürzen.

Eine mobile CEE-Ladelösung kann beispielsweise interessant sein:

  • in der eigenen Garage oder Werkstatt mit vorhandener CEE-Steckdose
  • an unterschiedlichen privaten Standorten
  • bei regelmäßigen Aufenthalten an Orten ohne Wallbox
  • als flexible Lademöglichkeit für unterwegs

Eine mobile Wallbox mit CEE-Anschluss verbindet damit eine höhere mögliche Ladeleistung mit dem Vorteil, dass keine fest montierte Ladestation benötigt wird.

Voraussetzung bleibt eine geeignete und fachgerecht ausgeführte Elektroinstallation. Vor allem bei älteren oder unbekannten Installationen sollte deren Eignung durch eine Elektrofachkraft geprüft werden.

Schuko oder CEE: Was ist besser zum Laden eines E-Autos?

Ob Schutzkontakt- oder CEE-Steckdose sinnvoller ist, hängt vor allem von der vorhandenen Infrastruktur und dem Einsatzzweck ab.

Schutzkontakt-Steckdose CEE-Steckdose
In vielen Gebäuden vorhanden Nicht an jedem Standort vorhanden
230 V Bei entsprechender roter CEE-Steckdose dreiphasig
Geeignetes mobiles Ladegerät erforderlich Geeignetes mobiles CEE-Ladegerät erforderlich
Beim brennenstuhl® Ladegerät bis 2,3 kW Beim brennenstuhl® Ladegerät bis 11 kW
Besonders für flexibles beziehungsweise gelegentliches Laden Höhere Ladeleistung möglich
Längere Ladezeit Deutlich kürzere Ladezeit möglich

Wer regelmäßig größere Energiemengen nachladen möchte und über einen geeigneten CEE-Anschluss verfügt, profitiert daher von der höheren Ladeleistung. Soll dagegen möglichst flexibel an einer vorhandenen Schuko-Steckdose geladen werden, kann ein dafür ausgelegtes mobiles Ladegerät die passende Lösung sein.

Ist eine mobile Wallbox sinnvoll?

Eine mobile Wallbox beziehungsweise ein mobiles EV-Ladegerät ist vor allem dann sinnvoll, wenn Flexibilität eine wichtige Rolle spielt. Anders als eine fest installierte Wallbox kann das Ladegerät mitgenommen und an unterschiedlichen geeigneten Anschlüssen verwendet werden.

Das kann beispielsweise praktisch sein, wenn das Elektroauto regelmäßig:

  • zu Hause und an einem Zweitwohnsitz geladen wird,
  • an Orten ohne fest installierte Wallbox steht,
  • an einer vorhandenen CEE-Steckdose geladen werden soll oder
  • eine zusätzliche mobile Lademöglichkeit im Fahrzeug benötigt wird.

Eine mobile Lösung ersetzt dabei nicht in jedem Fall eine fest installierte Wallbox. Wer täglich am gleichen Stellplatz lädt, kann von einer dauerhaft installierten Ladeinfrastruktur profitieren. Wer dagegen an wechselnden Orten laden möchte, erhält mit einem mobilen Ladegerät zusätzliche Flexibilität.

Welche Nachteile hat eine mobile Wallbox?

Auch eine mobile Lösung hat Grenzen. Entscheidend ist zunächst, dass am jeweiligen Standort ein geeigneter Stromanschluss vorhanden ist.

Bei einer Schutzkontakt-Steckdose ist die Ladeleistung vergleichsweise gering. Dadurch dauert das Laden entsprechend länger. Eine CEE-Lösung ermöglicht zwar eine höhere Leistung, eine passende CEE-Steckdose steht jedoch nicht überall zur Verfügung.

Auch die elektrische Installation muss zur Belastung passen. Eine vorhandene Außensteckdose ist beispielsweise nicht automatisch für das regelmäßige Laden eines Elektroautos geeignet, nur weil sich ein Stecker anschließen lässt.

Außerdem sollten keine improvisierten Anschlusslösungen verwendet werden. Verlängerungskabel, Kabeltrommel oder CEE-Adapter sind nicht automatisch für den Betrieb eines mobilen EV-Ladegeräts geeignet. Maßgeblich sind immer die Sicherheits- und Bedienungshinweise des verwendeten Ladegeräts.

Wie lange dauert das Laden ohne Wallbox?

Die Ladedauer hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören insbesondere:

  • nutzbare Batteriekapazität
  • aktueller Ladezustand
  • maximale AC-Ladeleistung des Fahrzeugs
  • verfügbare Ladeleistung des Anschlusses
  • mögliche Ladeverluste

Vereinfacht gilt: Je höher die verfügbare Ladeleistung, desto schneller kann eine bestimmte Energiemenge nachgeladen werden – vorausgesetzt, das Fahrzeug unterstützt diese Leistung ebenfalls.

Ein mobiles Ladegerät an der Haushaltssteckdose mit 2,3 kW lädt deshalb deutlich langsamer als eine dreiphasige CEE-Lösung mit bis zu 11 kW. Die tatsächlich vom Fahrzeug aufgenommene Leistung kann jedoch geringer ausfallen.

E-Auto unterwegs ohne Wallbox laden

Wer unterwegs ist, muss nicht zwingend eine eigene mobile Ladestation verwenden. Über das öffentliche Ladenetz stehen zahlreiche AC- und DC-Ladepunkte zur Verfügung.

Beim AC-Laden wird Wechselstrom genutzt. An vielen öffentlichen AC-Ladesäulen benötigen Fahrer ein eigenes Typ-2-Ladekabel. Das unterscheidet sich von einem mobilen Mode-2-Ladegerät für Schutzkontakt oder CEE.

Beim DC-Laden erfolgt die Ladung mit Gleichstrom. Das Ladekabel ist an Schnellladestationen in der Regel bereits fest mit der Ladesäule verbunden.

Mobile Wallbox oder öffentliche Ladesäule?

Beide Lösungen erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Eine mobile Wallbox beziehungsweise ein mobiles EV-Ladegerät ermöglicht das Laden an einem geeigneten privaten Stromanschluss. Eine öffentliche Ladesäule stellt dagegen Ladeinfrastruktur an öffentlich zugänglichen Standorten bereit.

Für viele Elektroautofahrer ist deshalb nicht entweder die eine oder die andere Lösung entscheidend. Sinnvoll kann vielmehr eine Kombination sein:

Zu Hause oder am Zielort: Laden über Wallbox, CEE oder eine geeignete Schutzkontakt-Lösung.

Unterwegs: Laden an öffentlichen AC- oder DC-Ladestationen.

Welche Lösung eignet sich zum Laden ohne Wallbox?

Welche Lademöglichkeit am besten passt, lässt sich anhand des vorhandenen Anschlusses relativ einfach eingrenzen.

Es steht nur eine geeignete Schutzkontakt-Steckdose zur Verfügung

Ein mobiles EV-Ladegerät für Schutzkontakt ermöglicht flexibles Laden mit geringerer Ladeleistung.

Es steht eine geeignete CEE-Steckdose zur Verfügung

Ein mobiles CEE-Ladegerät ermöglicht eine deutlich höhere Ladeleistung – beim EV-Ladegerät von brennenstuhl® bis zu 11 kW.

Es soll an einer Wallbox oder öffentlichen AC-Ladesäule geladen werden

Hier wird in der Regel ein passendes Typ-2-Mode-3-Ladekabel verwendet.

Es soll an einer DC-Schnellladestation geladen werden

Das Ladekabel gehört normalerweise bereits zur Ladesäule.

 

Wer also sein Elektroauto ohne Wallbox laden möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Entscheidend ist, vorhandene Anschlüsse nicht einfach nur danach zu beurteilen, ob der Stecker mechanisch passt. Ladeleistung, Elektroinstallation und das eingesetzte Ladegerät müssen ebenfalls zum jeweiligen Anwendungsfall passen.

Eine mobile Ladelösung kann dabei eine praktische Ergänzung sein: Über Schutzkontakt lässt sich flexibel mit geringerer Leistung laden, während eine geeignete CEE-Steckdose mit einem passenden mobilen Ladegerät eine Ladeleistung von bis zu 11 kW ermöglichen kann. Für Wallboxen und öffentliche AC-Ladesäulen kommen dagegen klassische Typ-2-Ladekabel zum Einsatz.